Schatten der Nacht

Er wird wach und schaut sich in seinem Schlafzimmer um, es ist Nacht, das einzige Licht in seinem Raum, stammt vom Mond der durch sein Fenster hinein scheint.

Er beobachtet die Schatten an seiner Wand, bizarre Gestalten zeichnen sich ab, Wesen, düsterster Erinnerung, Gestalten die ihn niemals loslassen. Sein Kopf wiegt schwer von den Erinnerungen an jene die er in den Schatten erblickt, „Freunde“, „Familie“, Menschen die ihm einst was bedeutet, die er liebte, Menschen die ihn hintergangen haben, die seine Seele zerrissen, ihn seiner Selbst beraubten, Menschen die ihn zum dem gemacht haben der er heute ist. Melancholie übernimmt seinen Geist, was war es schön zu Leben ohne zu wissen, ohne darüber nachdenken zu müssen was die Menschen von einem halten, zu denken alles sei schön, dass die Menschen die er nun in den Schatten erblickt immer für einen da sind, das sie einem helfen, das sie einen lieben.

Er steht auf und begibt sich ins Bad um sich zu erfrischen, sich Wasser ins Gesicht zu spritzen, den Kopf frei zu bekommen.

Er steht am Waschbecken, die Augen geschlossen, hält kurz inne um darüber nachzudenken was er vor sich hat, wenn er in den Spiegel schaut, er denkt an sich, seinen Geist, wer er ist und wer er war, denkt darüber nach was er immer wollte und was er nun hat, überlegt ob er sein Leben so leben wollte, ob es vielleicht einfach alles so sein sollte.
Er öffnet die Augen, den Kopf nach unten gerichtet den Blick auf seine Hände gerichtet, er starrt auf die Narben an seinem Handgelenk, erinnert sich an jenen Abend als er alles beenden wollte, durch einen Zufall, hatte er damals überlebt, er wollte einen Schlussstrich ziehen, doch war es einer dieser Zufälle die keiner erahnen konnte, er war bereit für immer zu Ruhen, doch hatte ihm das Schicksal einen Strich durch seine Rechnung gemacht, welch eine Schande, dachte er sich damals, alles wäre doch so viel einfacher gewesen, keine Schmerzen mehr, weder körperlich noch seelisch, einfach nur Ruhe, keiner der ihn mehr unterdrückt, keiner der ihn mehr erniedrigen könnte, doch nun ja es kam alles anders.
Sein Blick wanderte nach oben, immer weiter Richtung Spiegel, bis er sein Gesicht sehen konnte, jedes einzelne Detail seines Gesichts prägte er sich ein, er wirkte schwach, nahezu krank, die fahle Haut, die tiefen Augenringe, die geweiteten Pupillen, die feinen roten Äderchen in seinen Augen.

Er seufzte und drehte den Wasserhahn auf, alles lastet schwer auf seiner Seele, seine Vergangenheit, sogar die Vergangenheit jener die er liebt lastet schwer auf ihm, Geschichten die er gehört hatte, die er nie vergessen konnte, Dinge die für ihn unvorstellbar waren, die er nicht nachvollziehen konnte, Dinge die er nie Verstand, Dinge die so schrecklich waren das er ihr Ausmaß nicht begreift, all dies lastet auf seiner Seele.

Er spritzt sich kaltes Wasser ins Gesicht. Kalte Tropfen bahnten sich ihren Weg an seinem Kinn hinunter, entlang an seinem Hals bis runter zu seiner Brust. Er blickte abermals in den Spiegel, vergrub dann seine Hände in seinem Gesicht. Kälte durchfuhr seinen Körper, eine Kälte die ihn immer ergreift wenn er in Gedanken ist. Seine Haut spannte sich, Gänsehaut machte sich breit, als die kalten Wasserperlen seinen Bauch erreichte.
Er verweilte einen Augenblick in dieser Haltung, nochmal über alles nachdenkend.

Er ging zurück in sein Schlafzimmer, schaute zu seinem Bett, betrachtete die unruhigen Falten in auf seiner Bettdecke, die bizarren Gestalten an seiner Wand tänzelten um ihn herum, schienen ihn zu verhöhnen, er drehte sich halb zu den Schatten, und dachte einen einzigen Satz:

„Danke sehr, danke das ihr mich zu dem gemacht habt, der ich bin, danke das ihr mir den Mut genommen habt, damit ich ihn wiederfinden konnte, danke das ihr mir die Augen geöffnet habt.“

Bei diesen Worten die er dachte verschwanden die bizarren Wesen aus seiner Vergangenheit und leblose Schatten blieben zurück.

Er ging langsam hinüber zu seinem Bett, er betrachtete abermals die unruhigen Falten seiner Bettdecke, schweifte mit seinem Blick weiter oben, bis in ihr Gesicht, das silbrige Mondlicht beschien ihre Haut, ließ sie leicht schimmern, er legte sich wieder neben sie, betrachtete ihr schönes Gesicht, strich eine Strähne ihres Haares aus ihrem Gesicht.
Er schmiegte sich an ihrem warmen Körper, es war eine Wärme die jegliche Kälte und jeden düsteren Gedanken in ihm endgültig ausmerzte, alles was in ihm zurückblieb war Zufriedenheit und Glück.

Sie bewegte sich im Schlaf und zog ihn an sich ran, er sah sie ein letztes mal an, lächelte und küsste sie auf die Stirn, dann schloss er die Augen und dachte an seine Zukunft:

„Danke, dass es dich gibt, dass du mich aus meiner Vergangenheit geholt hast und dass du mir eine Zukunft geschenkt hast.“

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In Zeiten nervöser Züge

"18:00 - Er sieht auf die Uhr, 2 Stunden noch, denkt er sich. Sein Kopf wird überflutet von paradoxen Gefühlen, Freude und Angst durchziehen sein Bewusstsein gleichermaßen.

Was soll ich sagen?
Was soll ich tun?
Wie soll ich reagieren?
Was wenn ich mich blamiere?
Was wenn sie nicht die ist, die sie zu sein scheint?
Was wenn ich anders bin, als sie es von mir erwartet?

All diese Fragen zehren an seinen Gedanken.
Er geht duschen, rasiert sich und wählt seine Klamotten aus. Alles macht er mit einer Präzision, die an Wahnsinn grenzt. Noch nie hat er ein solches Gefühl verspürt. Eine Nervosität hat ihn gepackt, welche er nie zuvor erahnen konnte, sein Magen gleicht einem steinernem Gebilde.

18:30 - Er blickt zur Uhr, noch 1 1/2 Stunden, denkt er sich. Er sieht sich in seiner Wohnung um, findet überall Dinge die er noch aufräumen muss. Er war nie der Putzteufel, doch heute soll alles Perfekt sein, jede Staubkorn muss beseitigt werden, jedes Stück Wäsche muss feinsäuberlich im Schrank verstaut werden, das Geschirr wird ausnahmslos abgewaschen, nichts darf schmutzig wirken.

19:00 - Er betrachtet die Uhr, 1 Stunde noch, denkt er sich. Die Warterei macht ihn Wahnsinnig, er läuft in seiner Wohnung auf und ab, sucht eine Beschäftung, doch nichts ist mehr zu tun.
Er greift nach seinem Autoschlüssel, zieht seine Jacke an, schlüpft in seine besten Schuhe, bindet sie zu und greift nach seinem Schal, draußen ist es kalt, so kalt war es noch nie im November, denkt er sich, bevor er zur Tür ging zog er noch seine Handschuhe an und setzte seine Mütze auf, nun öffnete er die Tür und ging hinaus zu seinem Wagen, in den er einstieg und sich auf den Weg zum Bahnhof machte an dem sie bald eintraf.

19:30 - Er schaut auf die Uhr, noch 30 Minuten, denkt er sich. Er läuft am Gleiß auf und ab, macht sich eine Zigarette an und denkt über alles nach, Gedanken über die man Stunden lang nachdenken konnte, durchlaufen seinen Kopf in wenigen Minuten, all die Fragen werde immer wiederholt,

Was soll ich sagen?
Was soll ich tun?
Wie soll ich reagieren?
Was wenn ich mich blamiere?
Was wenn sie nicht die ist, die sie zu sein scheint?
Was wenn ich anders bin, als sie es von mir erwartet?

Diese Fragen wurden zur einer greifbaren Substanz in seinem Kopf, ein zähflüssiges Szenario, welches ihm wie Stunden vorkam, als er dort stand und auf die Uhr starrte, die Zeiger bewegten sich langsam und stetig, Sekunde für Sekunde ging vorüber. Er zündet sich erneut eine Zigarette an, zog daran, wirkte auf die Passanten nervös, seine Hände zitterten bei jedem Zug an seiner Zigarette.
Es liegt bestimmt an der Kälte, dachte er sich, bis er seinen Herzschlag hörte, er hörte jeden Schlag, wie ein Donnern in seiner Brust, immer schneller, bis sein Körper kurz vorm Bersten war.
Dann kam der Zug

20:00 - Er betrachtet die Tür, sie ist da, dachte er. Die Tür öffnet sich und ein Schwall Menschen drang herraus, ein stetiger Fluss an Gesichtern schritt an ihm vorbei, wärend seine Nervosität stieg, es war als würde jede einzelne Person ihm ein bisschen Nervosität geben. Er wurde ungeduldig, tippelte von einem Fuß auf den anderen. Sein Herz schlug immer schneller und immer lauter, es war fast nicht zu ertragen, als es plötzlich aufhörte, er sein Herz weder hören noch spüren konnte, als wäre sein Herz stehen geblieben, denn sein Blick fiel auf ihr Gesicht, die Welt um ihn herum verlangsamte sich, schien beinahe still zu stehen, sie trat auf ihn zu, ihr Gesicht leicht gerötet von der Kälte, Wind wehte ihr ins Gesicht und zerzauste leicht ihr Haar.
Er starrte in ihre Augen, Augen so tief blau, dass er sich darin zu verlieren schien.
Dort stand sie nun 30 cm von ihm entfernt, ihren Koffer in der Hand, sie war jenseits seiner Erwartungen, es wurde bereits dunkel, doch sie schien innerlich zu leuchten, niemand bemerke dies außer ihm, es vergingen nur Sekunden, doch sie kamen ihm wie Stunden vor, Stunden in denen er jeden Aspekt ihres Seins beobachtete, Stunden in denen er alles in sich aufsog.
Seine Gedanken überschlugen sich, sein Kopf war völlig leer, alle Fragen waren vergessen, nur die Nervosität stieg weiter an. Das steinere Gebilde, welches sein Magen zuvor noch war, verwandelte sich in einen massiven Klotz Diamanten, er wusste nicht was er sagen sollte, oder was er tun sollte, seine Unsicherheit wuchs ins unermessliche, doch dann war alles vorbei, er fühlte sich Sicher und hörte auf zu fürchten, alles was blieb war Wissen, denn sie bedachte ihn mit einem Lächeln und sagte "Hi"."

8.6.12 02:19, kommentieren

Point of no Return

Man stelle sich einmal vor, man habe in seinem Leben einen Punkt erreicht, von dem man nicht mehr zurückweichen kann, ein Punkt an dem das Leben endet und nur die Qualen bleiben, the Point of no Return.
Dieser Punkt ist leichter zu erreichen als man denken mag, eine einzige Entscheidung kann alles ändern, eine Entscheidung, die getroffen wurde um alles besser zu machen, alles zu bereinigen, eine Entscheidung aus Gutgläubigkeit, die alles ruiniert, die einen in den Wahnsinn treibt und in den sicheren Tod.
An diesem Punkt angekommen ist der Tod aber lukrativer als das Leben, zumindest wenn man das unausweichliche kennt.

Doch eine wichtige Frage ist erst einmal, was bedeutet der Tod überhaupt?

Es gibt zwei Arten von Tod, der körperliche, und der seelische Tod.
Der körperliche Tod ist ein befreiender Tod, da er das Leben von alles Schmerzen und Qualen befreit und alles was einem zu schaffen macht ausmerzt.
Der seelische Tod und das ist der Tod um den es geht, ist ein Tod der Qualen verursacht die nicht zu ertragen sind, ein Tod welcher vernichtet, jedoch nicht befreit.

Doch wie erreicht man den Zustand des seelischen Todes?

In dem man seinen Sinn verliert.

Nur wie verliert man seinen Sinn? Was ist überhaupt der Sinn des Lebens?

Jeder Mensch hat einen ganz bestimmten Sinn in seinem Leben, der der eine oder andere mag sich von der Masse abheben, aber im Prinzip ist der Sinn der meisten Menschen gleich, nämlich sich selber und seine Liebe zu finden und sich ein schönes und rundum glückliches Leben aufzubauen.
Dazu kommt natürlich die Tatsache das der Fortbestand gesichert werden muss. Inwiefern dieser Sinn im Einzelnen variieren kann mal bei Seite geschoben, ist der Sinn des Lebens eines Menschen in etwa so zusammen zu fassen.

Doch wie ist es möglich diesen Sinn zu verlieren?

Ganz einfach, man stelle sich einmal vor man treffe die Liebe seines Lebens und erfährt so alles Glück der Welt beinahe mehr als man selber ertragen kann, man führt ein wundervolles Leben bis zu einem bestimmten Tag.
An jenem Tage fangen die Zweifel an, keine Zweifel an ihr oder Beziehung, eher Zweifel an sich selbst, Zweifel die einem einreden man sei nicht gut genug für sie, nicht der Richtige und sie könnte unglücklich werden.
Diese Zweifel verunsichern einen solange bis man nach Fehlern sucht, Fehler die man selber verursacht, ohne Vorsatz, aber unterbewusst sabotiert man seinen eigene Beziehung. Diese Fehlersuche beginnt ebenfalls unterbewusst, auf Grund der Gedanken, das einfach alles zu gut läuft, das man es nicht verdient habe.
Ab da fängt man an sich selbst zu verletzen, aber nicht körperlich, sondern geistig. Man macht sich selber wahnsinnig, man fängt an zu misstrauen, zerstört seine eigene Beziehung, sich selbst und sein Leben.
Wer seinen Sinn verliert, der verliert alles, man wird zu einer leblosen Hülle seiner Selbst, trottet durch den Alltag ohne jedwedes Ziel und ohne Freude, jeden Tag das selbe tun, glücklich erscheinen, wenn andere dabei sind, immer so tun als wäre alles in Ordnung, ein Leben hinter einer immerwährenden Maske.

Tod wäre die einzige Erlösung, doch wie soll man sich man sich umbringen wenn man bereits Tod ist?

8.6.12 02:19, kommentieren

Heimlich'ne Merrjungfrau

Schulzeit die ersten Stunden vergehen, nichts passiert.
Die Glocke läutet und alle gehen raus zur Pause, normale Schüler, alle wirken sie irgendwie gleich doch ein paar wenige stechen aus der Gruppe hervor, genau wie sie...
Sie ist 17 Jahre jung, schön und intelligent, sie ist ehrgeizig und energisch, sie lacht viel und macht viel mit Freunden, sie wirkt unerreichbar und doch umgibt sie dieser Schatten.

Sie ist eine Frau, die den Anschein erweckt glücklich zu sein und doch ist sie es nicht, sie ist vom Leben gezeichnet.
Erst ein tragischer Unfall, der ihr Leben drasstisch veränderte, dann ein gewalttätiger Vormund, der ihr das Leben zur Hölle macht, und zu guter letzt entpuppen sich ihre Freunde als leere Hüllen.

Sie beginnt sich selbst zu bemitleiden, sich selbst zu verurteilen und sich auf eine Weise zu schaden, welche nicht mehr heilt.

Alles übt Gewalt gegen sie aus, die einen Verbal, die anderen physisch oder psychisch.

Doch Gewalt ist immer gleich, egal auf was sie zielt, alles verankert sich in der Psyche und bleibt ein Leben lang, es gibt nur wenige Möglichkeiten alles verarbeiten und keiner fällt ihr davon ein, sie ist dabei sich aufzugeben.

Ihr Lächeln ist leer und wer genau hinsieht, der sieht, dass ihre fröhliche Erscheinung nur Maskerade ist, in Wirklichkeit steht sie nahe an einem Abgrund an dem sie darum kämpft endlich wieder leben zu können.

8.6.12 02:18, kommentieren

Von Engeln zu Dämonen

Der Einsiedler

Ein junger Mann, 24 Jahre alt, dessen Leben aus einem Raum besteht, vier Wände voller DvD’s, Comics und PC Spielen.
Ein Mann, der mit seiner Familie redet, der ab und an mit Freunden redet und doch nichts sagt, der alleine ist.
Er steht morgens auf, macht den Rechner an und ist dann AFK, er liest oder sitzt vor der Playstation 3.
Dieser Mann ist nebenbei im Teamspeak, ohne sein Headset auf zu setzten, er ist einfach nur da, immer mit dem einen Auge auf dem Monitor liest er oder spielt.
Dort sitzt er nun.
Eine Stunde
Zwei Stunden
Drei Stunden
Vier Stunden
Fünf Stunden
Dann passiert es. Die Augen wandern vom Buch oder dem Fernseher auf seinen Monitor, ein schneller Griff zum Headset, die Arbeitslosigkeit ist vergessen, die fünf leeren Pizzakartons sind vergessen, die Familie, die angeblichen Freunde von denen er redet, alles vergessen.
Und warum, wegen ihr.
Sie die ihn zwar mag, aber nur als gute Freund, sie die mehr Probleme hat als irgendwer sonst, sie ist sein Lebensinhalt.
Ertönt der Klang ihrer Stimme in seinen Ohren wird seine Welt heller.
Sie ist die Lichtgestalt in seiner Phantasiewelt, sein ein und alles und doch ist sie unnahbar.
Sie ist das unüberwindbare Hindernis zwischen ihm und den Bahnschienen, die sein Leben beenden würden.


Die Einladung

Ein junger Mann, 24 Jahre alt, dessen Leben aus einem Raum besteht, vier Wände voller DvD’s, Comics und PC Spielen.
Ein Mann, der mit seiner Familie redet, der ab und an mit Freunden redet und doch nichts sagt, der alleine ist.
Ein Mann der auf die Idee kam zwei Personen zu sich einzuladen, eine von diesen Personen strahlt für in heller als alles andere, diese Person ist sein Leben.
Die zweite Person hat er nur eingeladen, weil seine Lichtgestalt ihn darum bat, der Hintergrund ihrer Reaktion war Freundschaft und der dringliche Wunsch hilfsbereit zu sein doch das sollte nicht klappen.
Die zweite Person, für ihn die dunkelste Gestalt die er sich nur vorstellen konnte, ein Dämon, eine Ausgeburt des Bösen, dessen Ausmaß er nur noch nicht kannte.
Diese zweite Person war wie er, ein Mensch mit einem Leben in einem kleinen Raum, mit vier Wänden voller DvD’s, Comics und PC Spielen.
Diese zweite Person, redet mit seiner Familie, redet ab und zu mit Freunden und doch sagte er nie was und war alleine.
Der einzige Unterschied war, dass diese zweite Person seine Lichtgestalt bereits gefunden hatte, bereits sein Leben mit ihr teilte.
Nach außen hin hatte diese Person ein völlig erfülltes Leben, er hatte Freunde, eine schöne Beziehung, eine tolle Familie und sogar einen guten Arbeitsplatz, doch hatte er dieses Leben wirklich?

Der Aufenthalt

Ein junger Mann, 24 Jahre alt, dessen Leben aus einem Raum besteht, vier Wände voller DvD’s, Comics und PC Spielen.
Ein Mann, der mit seiner Familie redet, der ab und an mit Freunden redet und doch nichts sagt, der alleine ist.
Ein Mann, der an dem Tag als seinen beiden Gäste eintrafen wieder nur wartete.
Der erste Gast, war die Ausgeburt des Bösen, von der er noch nichts wusste, eine Person die er nicht wirklich mochte, der er gleichgültig gegenüberstand, eine Person die er nur eingeladen hatte, weil seine Lichtgestalt ihn liebevoll darum bat.
Der Einsiedler und das Böse sahen sich zum ersten Mal und verstanden sich gut, beide besaßen eine undurchdringliche Maske der Freundlichkeit.
Sie plauderten über ihre Gemeinsamkeiten, über DvD’s, Comics und PC Spiele, planten schon einen weiteren Besuch, an dem sie alles einmal teilen wollten, wo sie sich beide besser kennen lernen wollten an dem sie zusammen DvD’s schauten, Comics lasen und PC Spiele spielten.
Sie unterhielten sich und es verging Zeit,
Eine Stunde
Zwei Stunden
Drei Stunden
Da klingelte das Telefon. Der Einsiedler nahm ab und beide spürten wie der Raum heller wurde. Die Lichtgestalt war gleich da, beide wurden nervös, der Einsiedler, weil er sich nach ihr sehnte, der Dämon, weil er sie noch nie zuvor gesehen hatte und sie kaum kannte.
Die Zeit rückte näher und die Lichtgestalt traf ein, alles war auf einmal besser.
Die Drei hatten Spaß zusammen, auch wenn der Einsiedler sich selber ausschloss.
Der Lichtgestalt und der Dämon machten einfach weiter und die Tage vergingen. Es war der Tag gekommen da der Einsiedler sich immer mehr zurück zog und sich plötzlich heraushielt.


Der Regen

Ein junger Mann, 24 Jahre alt, dessen Leben aus einem Raum besteht, vier Wände voller DvD’s, Comics und PC Spielen.
Ein Mann, der mit seiner Familie redet, der ab und an mit Freunden redet und doch nichts sagt, der alleine ist.
Der vorletzte Tag des Aufenthaltes war gekommen, alle Drei saßen zusammen und hatten Spaß. Es war heiß, sehr heiß, vielleicht der heißeste Tag des Jahres, alle Drei plauderten. Sogar der Einsiedler musste zwischendurch lachen und kam aus sich heraus. Alle waren glücklich.
Regen kündigte sich, ein Regen der alles abkühlen sollte, alles verändern sollte.
Der Regen kam und kühlte alles ab die Luft, den Boden und den Spaß.
Die Lichtgestalt war die erste die sich selber abkühlte.
Der Dämon war der zweite der sich abkühlte.
Der Einsiedler schaffte es bis heute nicht sich zu überwinden und blieb sitzen, schaute sich das Schauspiel nur an.
Alle Drei hatten bis zum Regen ihre Masken auf, jeder wirkte Stark und glücklich, doch die Masken brachen unter dem unaufhörlichen Regen.

Der Dämon lag am Boden, Tränen in den Augen, sein überaus erfülltes Leben war gar nicht so wie immer alle dachten.
Er dachte nach, seine Freunde sind alle weg, man redet hier und da noch, aber wirklich sagen tut man nichts.
Seine Frau liebt ihn und er liebt sie doch tun sie das auch wirklich? Nein!
Liebe ist ein Gefühl und wird unter manchen Umständen zu einer Gewohnheit.
Das Leben des Dämons war kaputt und das wusste er.

Die Lichtgestalt lag am Boden, Tränen in den Augen, ihr Leben war in Begriff zerstört zu werden, sie fühlte sich schuldig für die Zukunft denn sie wusste mehr als die anderen beiden.

Der Einsiedler saß da, Tränen in den Augen, schaute auf seine Gäste, und sein Leben wurde dunkler, er konnte sich nicht überwinden sich zu seinen Gästen in den Regen zu legen, sich abzukühlen, er verließ den Garten und dachte nach, was er sah war Zerstörung, seine Lichtgestalt würde fortgehen, das wusste er, doch war ihm nicht klar wann und warum, er ging alles durch und kam zu keinem Schluss

Die Zeit verging.
Eine Stunde
Zwei Stunden
Es regnete immer noch, es kühlte immer noch alles ab, der Boden wurde Kalt, die Luft wurde Kalt, der Spaß war erfroren.

Der Dämon fror und zitterte, die Lichtgestalt flehte ihn an sich zu erheben, sich zu wärmen, zu Leben, doch nichts geschah.
Die beiden waren zwei Seiten einer Münze und wussten beide was geschehen war, was geschehen wird, und doch konnte keiner der beiden denken, konnte nicht handeln.
Der Einsiedler kam wieder, Tränen in den Augen er wusste es auch, was geschehen war, was geschehen wird und dennoch konnte er nicht denken, konnte nicht handeln.
Alles war unrecht nichts sollte so sein wie es ist, sein wird und doch kam es so.
Der Dämon zeigte sein wahres Gesicht und zerstörte des Einsiedlers Leben, entriss ihm seine Lichtgestalt und doch wusste keiner was passierte.


Der Abschied

Ein junger Mann, 24 Jahre alt, dessen Leben aus einem Raum besteht, vier Wände voller DvD’s, Comics und PC Spielen.
Ein Mann, der mit seiner Familie redet, der ab und an mit Freunden redet und doch nichts sagt, der alleine ist.
Der Einsiedler verabschiedete sich von dem Dämon, wohl wissend, dass er die Lichtgestalt befleckt hatte, er verabschiedete sich von dem Dämon den er nicht erkannte, der sich verabschiedete, als wäre nichts, sich verabschiedete von dem Einsiedler, sich verabschiedete von der Lichtgestalt und der sich verabschiedete von seinem Leben.

Er fuhr zu seinem Leben und sagte seiner Lichtgestalt, dass was sie beide bereits wussten, das das Leben, so wie es war hier endete, er hatte Kontakt zu seinen verschollenen Freunden und behielt diesen bei, das Leben von der sich verabschiedete war kein Leben, das was er wirklich tat war kein Abschied, es war der Beginn eines Lebens das er sich immer eingeredet hatte, welches er immer vorgab zu haben, aber nie hatte. Er redete mit seiner Familie, er redete mit seinen Freunden.

Der Einsiedler verabschiedete sich von seiner Lichtgestalt, wohl wissend das sie befleckt wurde von einem Dämon den er nicht erkannte, einem Dämon den er sich ins Haus geholt hatte, einem Dämon der sein Leben zerstörte, unwissend wie glücklich seine Lichtgestalt nun war, auch wenn sie sich selber Vorwürfe machte, da sie dem Einsiedler den Sinn zum Leben nahm.

Alle Drei gingen nun ihre eigenen Wege weiter, trafen sich weiter im Teamspeak verknüpften weiter ihre Leben miteinander, der eine mehr der andere weniger.


Das Fazit

Ein junger Mann, 24 Jahre alt, dessen Leben aus einem Raum besteht, vier Wände voller DvD’s, Comics und PC Spielen.
Ein Mann, der mit seiner Familie redet, der ab und an mit Freunden redet und doch nichts sagt, der alleine ist.
Der Einsiedler machte den Dämon dafür verantwortlich das nichts so ist wie es war, das seine Lichtgestalt, das einzige Hindernis zwischen ihm und den Bahnschienen, nun fort war, was hindert ihn nun daran dort hinzugehen wo er sonst nie hingegangen wäre, und dennoch lebt er weiter in seinem Raum, in seinen Wänden voller DvD’s, Comics und PC Spielen.
Er redet weiter mit seiner Familie, mit seinen Freunden, ohne wirklich was zu sagen, er lebt weiterhin alleine, doch der Tag wird kommen an dem auch der Einsiedler zum Dämon wird und sein Leben lebt wie es jeder tut, denn jeder braucht einen Dämon in sich.
Einen Dämon der sich vor Selbstsucht zerfrisst.
Einen Dämon der die Maske eines Lebens vertilgt.
Einen Dämon der befreit.
Einen Dämon der zerstört.

8.6.12 02:17, kommentieren

Die Gefangenschaft

Gefangen, in seinem eigenen Geist,
ohne Möglichkeit auf Ausdruck durch Worte,
nicht die Macht zuhaben Dinge zusagen,
die für andere selbstverständlich sind,
Gelächter, fragende Blicke, Mitleid,
alles Dinge mit denen man kämpfen muss,
wenn man so ist wie man ist,
wie man geboren wurde und vor allem wie man bleiben muss.

Keine Chance zuhaben normal zu sein, ist zum kotzen.
Ständig diese Blicke, diese fragenden Blicke,
"Kann der nicht lesen", "Warum sagt er denn nichts", "Ist er dumm",
ich kann es einfach nicht sagen, dazu bin ich nicht immer fähig.
Ich lese viel, rede gerne, auch gerne viel,
doch kann ich es nicht immer, es ist mir einfach nicht möglich.

Ein kleiner Schalter in meinem Kopf, eine Information,
ein einfaches zuklappen und ich kriege keine Luft mehr,
kann nichts mehr sagen, mein Kopf lässt mich nicht,
die Blicke brennen auf der Haut.
Die suche nach Erleichterung, ein ständiger Begleiter,
Schmerz, Kälte, Dunkelheit, alles ist gut,
um aus diesem Leben zu entfliehen,
alles ist erleichternd, erleichternd genug um einfach zu vergessen,
kurz zu vergessen, alle um sich herum, den Alltag, den Schmerz.
Es hält nicht lange, doch es hilft, wenn auch nur kurz,
leider nicht ewig.
Dieser Trieb sich selbst zu zerstören, kommt sehr schnell auf,
zerfrisst die Persönlichkeit eines jeden der ihm unterliegt.

Hass, Trauer, Depressionen, alles Indikatoren einer zerstörten Persönlichkeit.
Hilfe, nur woher.
Freunde? Verwandte? Haben keine Ahnung.
Ärzte? Therapeuten? Nur in der Theorie.
Hilfe, kann man so gut wie vergessen,
die Menschheit ist für so etwas einfach nicht gemacht.

8.6.12 02:16, kommentieren

Die Einsicht

Als ich dich vor 5 Jahren kenne lernte,
dachte ich du wärst nur ein kleiner Wicht,
kaum Freunde, gerade erst hergezogen,
Stress mit deiner Familie, Eltern geschieden,
unerfahren und schüchtern.
Damals habe ich auf dich herab gesehen.
Du wurdest ein Freund, sogar ein sehr guter,
doch ich habe immer, obwohl du es nicht wusstest, auf dich herab gesehen.

Dann fing es an.

Du bekamst neue Freunde, deine Familie war glücklich, wenn auch nicht vereint.
Du warst schlau, man möge meinen schlauer als ich,
dennoch wusste ich das du erreichst mich in dem Punkt nicht.
Doch auch ich bin nur ein Mensch, bemerkte langsam welchen Fehler ich begannen hatte,
als ich dich einfach so sein lies wie du bist.

Nun, nach 5 Jahren voller nebligem Irrsinn dir gegenüber,
bemerke ich das du besser bist als ich.

Du bist kreativ, hast ne tolle Freundin, fängst ein neues Leben an, weitab von allem was du kanntest.
Du bist einfach unerreichbar geworden.

Leider hat es zu lange gedauert bis ich zu dieser Einsicht kam,
es gibt nicht einen Punkt in dem ich besser bin als du, vll niemals war,
doch hatte ich früher wenigstens den Eindruck.

Wir sind von Grund auf verschieden, das dachte ich früher schon,
dennoch ist es jetzt anders.
Früher warst du klein und schwach, dein Leben verlief wider jeder Regel.
Heute bin ich kleiner und schwächer als du es jemals für mich warst.
Heute gerät mein Leben aus den Fugen,
heute habe ich Stress mit meinen Eltern,
heute bin ich unerfahren,
heute bin ich der kleine Wicht,
doch eines weiß ich,

ich hätte gerne mein Leben zurück.

8.6.12 02:15, kommentieren