Die Gefangenschaft

Gefangen, in seinem eigenen Geist,
ohne Möglichkeit auf Ausdruck durch Worte,
nicht die Macht zuhaben Dinge zusagen,
die für andere selbstverständlich sind,
Gelächter, fragende Blicke, Mitleid,
alles Dinge mit denen man kämpfen muss,
wenn man so ist wie man ist,
wie man geboren wurde und vor allem wie man bleiben muss.

Keine Chance zuhaben normal zu sein, ist zum kotzen.
Ständig diese Blicke, diese fragenden Blicke,
"Kann der nicht lesen", "Warum sagt er denn nichts", "Ist er dumm",
ich kann es einfach nicht sagen, dazu bin ich nicht immer fähig.
Ich lese viel, rede gerne, auch gerne viel,
doch kann ich es nicht immer, es ist mir einfach nicht möglich.

Ein kleiner Schalter in meinem Kopf, eine Information,
ein einfaches zuklappen und ich kriege keine Luft mehr,
kann nichts mehr sagen, mein Kopf lässt mich nicht,
die Blicke brennen auf der Haut.
Die suche nach Erleichterung, ein ständiger Begleiter,
Schmerz, Kälte, Dunkelheit, alles ist gut,
um aus diesem Leben zu entfliehen,
alles ist erleichternd, erleichternd genug um einfach zu vergessen,
kurz zu vergessen, alle um sich herum, den Alltag, den Schmerz.
Es hält nicht lange, doch es hilft, wenn auch nur kurz,
leider nicht ewig.
Dieser Trieb sich selbst zu zerstören, kommt sehr schnell auf,
zerfrisst die Persönlichkeit eines jeden der ihm unterliegt.

Hass, Trauer, Depressionen, alles Indikatoren einer zerstörten Persönlichkeit.
Hilfe, nur woher.
Freunde? Verwandte? Haben keine Ahnung.
Ärzte? Therapeuten? Nur in der Theorie.
Hilfe, kann man so gut wie vergessen,
die Menschheit ist für so etwas einfach nicht gemacht.

8.6.12 02:16

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